Stilisierte Map mit 3 roten Markern

Google-Maps mit neuem Preismodell

Google hat am 16. Juli 2018 sein Preismodell für die Verwendung von Google Maps geändert, bzw. den Preis für das Aufrufen der API, die die Nutzung der Map auf der Website möglich macht. Das kann gegebenenfalls teuer werden.

Dazu muss man wissen, dass die Verwendung von Google Maps ab einem bestimmten Nutzungslevel schon seit geraumer Zeit kostenpflichtig war. Dieses Level wurde jetzt allerdings drastisch gesenkt und gleichzeitig der Preis in Abhängigkeit von der Art der Nutzung um 1.400 bis 2.800% erhöht. (Ja, Sie lesen richtig!)

Ein Plugin-Entwickler*, mit dessen Plugin wir auf einigen Seiten arbeiten, hat sich die Mühe gemacht, die Einzelheiten zu sichten. Er sagt sinngemäß:


War es vorher möglich, die Google-Maps-API täglich bis zu 25.000-mal anzusprechen, ist es jetzt so, dass nur noch 28.000 Anfragen je Monat kostenfrei sind.

28.000-mal im Monat hört sich zunächst noch nach recht viel an. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass wir hier von API-Anfragen reden, nicht von der Besucherzahl auf der Website. D.h. dass im Regelfall immer dann, wenn die Seite geladen wird, auch die API aufgerufen wird.... auch wenn sich ein einzelner Besucher mehrere Unterseiten anschaut, wenn der Webmaster an der Seite arbeitet usw. Man male sich aus, jemand würde auf die Idee kommen, die Google Map einer Website bei Facebook, Instagram oder Twitter einstellen. Da rattert der API-Aufruf-Zähler gleich ordentlich.

Google hält sich für fair, wenn es "kleine" Anwender davon ausnehmen will, indem es ihnen einen "Kreditrahmen" von 200,00 $ je Monat einräumt. Das meint: Gezahlt werden muss dann nur das, was über 200 $ im Monat liegt.

Knapp zusammengefasstes Beispiel unter der Annahme, dass die API 1.000-mal aufgerufen wird:

  1. Wird die Google Maps-API für eine Anfahrtkarte oder bei überörtlichen Praxisgemeinschaftenfür mehrere Anfahrtkarten täglich 1.000mal angefragt, dann rechnet Google dafür 210 $ im Monat.
  2. Wurde der Karte ein Standort hinzugefügt, kommt also „Geocoding“ ins Spiel, dann sind bei 300 API-Aufrufen mit zusätzlichen 2 $ im Monat zu vergüten.
  3. Wurde eine sich selbst vervollständigende Standortsuche hinzugefügt, dann sind es bei 300 Aufrufen noch einmal 51 $, die hinzukommen.
  4. Mit den drei Punkten liegen wir jetzt bei 263 $ je Monat. Verdoppeln sich die Aufrufzahlen sind es bereits 325 $, verzehnfachen sie sich sind es 2.145 $ je Monat (immer abzüglich der 200 $ Kreditrahmen).

Googles Preismodell ist insgesamt sehr unübersichtlich und berücksichtigt eine Menge unterschiedlicher Möglichkeiten für die Kartendarstellung (siehe). Die Auswirkungen mögen individuell verschieden sein. Was wir mit Sicherheit sagen können: 1.000 Anfragen sind schneller erreicht, als man denkt.

Die Google Maps Nutzung via Smartphone im Rahmen der Standortbestimmung bleibt übrigens weiterhin kostenlos.

)* Quelle: "Google Maps API Pricing Changes (and how it probably affects you)", Events Manager Plugin für WordPress, 17.07.2018


Unsere Lösung:

Dort, wo Google Maps sich durch OpenStreetMap ersetzen lässt, sollte es ersetzt werden. Dort, wo Google Maps sich nicht ersetzen lässt, sollten die Aufrufzahlen in jedem Fall durch spezielle Maßnahmen verringert werden.


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Ein Kommentar zu “Google-Maps mit neuem Preismodell

  1. Hinzu kommt die unglaubliche Datensammelei von Google. Ein absolutes No-Go. Wir haben uns von allen Google-Services getrennt und nutzen auch den Chrome-Browser nicht mehr. Danke für den Beitrag.

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