Ein Mann in Jeans und T-Shirt liegt rücklings hingestreckt auf einem Rasen voller Gänseblümchen.

Mutprobe Praxis-Homepage: Wie wichtige Dinge in die knappe Zeit passen

Da ist eine Idee und die will umgesetzt werden. Die Ausgestaltung braucht aber Zeit und die wiederum ist Mangelware. Da wird zeitlich geschoben, sich selbst und anderen etwas versprochen und irgendwie ist die Zeit in einer Arztpraxis denn doch nicht da. Klar, es ist viel zu tun: Sprechstunde, Dokumentationen, Anfragen von Krankenkassen und anderen Versicherungen beantworten, Mitarbeiterführung, Fortbildung und und und... Das will erstmal alles in der knappen Zeit bewältigt werden. Und nicht zuletzt haben auch Ärztinnen und Ärzte zumeist Familien, die sie hin und wieder auch nochmal sehen möchten. Was ist zu tun?


Da wir genau diese Situation oft genug erleben, so beispielsweise, wenn es um die Praxis-Homepage geht, haben wir uns darüber Gedanken gemacht. Insbesondere haben wir auch geschaut, was die Ärztinnen und Ärzte, die die Zeitabläufe einhalten können, anders machen als die, die das nicht hinbekommen. Vor dem Hintergrund haben sich einige Punkte als besonders wichtig herauskristallisiert:

1. Mut zur Delegation

Medizinische Fachangestellte (MFA) sind zumeist in ihre festen Aufgaben eingebunden. Mehr Zeit als die Praxisinhaber/innen haben sie deshalb auch nicht wirklich. Dennoch gelingt es Ihnen zumeist, wichtige Gedanken zu einem Thema zumindest in Stichworten zu Papier zu bringen oder in eine Datei zu schreiben. Dabei denken MFA oft an Vieles, was von den Ärztinnen und Ärzten leicht übersehen wird. Der Grund dafür: Die MFA sind abseits von Diagnose und Therapie einfach näher am Patienten. Sie erfahren, wo der Schuh drückt und was den Patienten sonst noch wichtig ist.

Mit einer von den MFA erarbeiteten Stichwort- und Gedankensammlung haben Ärztinnen und Ärzte dann zumindest schon einmal eine Art Leitfaden an der Hand, der schnell gekürzt, verändert oder ergänzt werden kann.

Mitarbeiter/innen machen lassen, heißt dabei keinesfalls, dass die Kontrolle abgegeben wird. Im Gegenteil, denn schließlich kann nach ein paar Anmerkungen auch zum Nachbessern aufgefordert werden. Geht es beispielsweise um einen Text auf der Website, kann die ärztliche Kritik zudem auch ein besseres Verständnis des geschilderten Inhalts auf Seiten der MFA zur Folge haben.

2. Mut zum Einbeziehen von Patientinnen und Patienten

Wenn ein Angebot für Patientinnen und Patienten aufgelegt werden soll (z.B. Website, Flyer oder Patientenschulung), dann ist es hoch interessant zu erfahren, was die "Zielgruppe Patient" darüber denkt.

Erfahrungsgemäß finden Patientinnen und Patienten es sogar richtig gut, wenn sie gefragt werden (z.B. via Fragebogen) und auch sonst machen Sie sich gerne für "ihre" Arztpraxis stark. So geben die meisten von ihnen beispielsweise gerne die Einwilligung bei einem Fotoshooting im Wartezimmer dabei zu sein und geben dann auch die schriftliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Bilder auf der Website.

Patienten haben sogar schon komplette Seiten-Entwürfe eingereicht. Ja, das ist tatsächlich schon geschehen und es war durchaus brauchbar.

3. Mut zur Unvollkommenheit

Der Ansatz zum Perfektionismus, der bei Diagnose und Therapie so wichtig ist, ist bei der Gestaltung einer Website absolut hinderlich. Dennoch möchten viele Praxisinhaber/innen am liebsten alles selber machen. Da werden seitenlange Erklärtexte geschrieben und es wird immer wieder neu an der perfekten Wortwahl gefeilt. Und am Ende steht dann die Erkenntnis, dass eine Website ganz andere Erfordernisse an den Text hat als ein wissenschaftlicher Text oder ein Buch.

Diagnosen und Therapien sind das Kerngeschäft von Ärztinnen und Ärzten. Gestaltung in Wort und Bild ist das Kerngeschäft eines Dienstleisters wie wir einer sind. Und genau deshalb kann das Ganze auch unvollständig komplett nach extern abgegeben werden. Schnell ein paar Stichworte aufs Papier gekritzelt und sagen: "Mach mal." - Das erscheint wie purer Luxus und vermittelt das Gefühl, endlich mal die Füße hochlegen zu dürfen. Und so soll es auch sein. 🙂

Auch bei uns heißt das keinesfalls, dass Auftraggeber/innen die Kontrolle abgeben. Sie begleiten das Projekt online bei freier Zeiteinteilung. Und so wird eine Win-Win-Situation daraus.


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